Gestern Abend ging es beim Green Makes-Stammtisch um eine etwas andere Art der Reise – und vor allem darum, dass der Weg selbst zum Abenteuer werden kann.


Wolfgang Fischer nahm uns bei seinem Badeplatz in Scharfling mit auf eine ganz besondere Green Makes-Reise: Mit einer Katamaran-Fahrt, einem Sprung ins kühle Nass unter der Kienbergwand und anschließend mit vielen eindrucksvollen Geschichten von seinem nachhaltigen Trip von Thalgau nach London.
Dabei legte Wolfgang mit insgesamt neun verschiedenen Verkehrsmitteln eine abwechslungsreiche Strecke zurück – inklusive Magnetschwebebahn in Wuppertal. Diese sorgte für Gesprächsstoff: Sie wurde bereits 1901 eröffnet, weil die besondere Lage der langgezogenen Stadt entlang der Wupper kaum Platz für eine klassische Bahntrasse ließ. Die Lösung: eine Bahn, die einfach über dem Fluss und den Straßen „schwebt“.
Besonders beeindruckend: Für seine Reise kam Wolfgang mit weniger als 1.000 Euro aus – und erlebte dabei jede Menge Abenteuer. Ein Highlight war die Überstellung eines Segelschiffs von Amsterdam nach London. In Brüssel besuchte er unter anderem das Atomium mit seinen ungewöhnlichen Klangerlebnissen, in London ging es in einen Debattierclub mit Blick aus dem 30. Stock über die Stadt und natürlich einen Abstecher zum Nullmeridian in Greenwich – passend dazu trug Wolfgang sogar ein Nullmeridian T-Shirt. 😉
Seine Reisegeschichte machten außerdem Lust auf weitere Abenteuer: Wolfgang erzählte von seinem Plan, die höchsten Erhebungen aller EU-Länder zu erklimmen – von den niedrigsten Gipfeln bis hinauf zu den 4.000ern. Bei seiner Reise machte er auch Halt am höchsten Punkt Belgiens, dem Signal de Botrange im Hohen Venn. Kurios dabei: Der natürliche Gipfel liegt eigentlich nur auf 694 Metern. Eine eigens errichtete Steintreppe, der sogenannte Baltia-Hügel, wurde 1923 aufgeschüttet und bringt die Höhe künstlich auf die runde Marke von 700 Metern.


Mit ausgedruckten Fotos und vielen persönlichen Geschichten entstand ein sehr bildhafter und inspirierender Einblick in eine Reise, bei der nicht nur das Ziel zählt, sondern vor allem das Unterwegssein.
Dazu gab es selbst gemachtes Sauerteigbrot von Wolfgang, Aufstriche und regionale Getränke, die wir an diesem lauen Sommerabend gemeinsam genießen konnten.
Zum Ausklang wurden noch zahlreiche eigene Reiseideen und Erlebnisse ausgetauscht – von Hausboot- und Radreisen über Weitwanderwege bis hin zu Segel- und Tauchtörns. Und natürlich wurde auch darüber diskutiert, warum nachhaltigere Reiseformen häufig noch zu wenig attraktiv oder leistbar sind.
Ein Abend voller Inspiration, Genuss und Fernweh – und ein schöner Beweis dafür, dass Nachhaltigkeit und Abenteuer wunderbar zusammenpassen.
DANKE an Wolfgang für diesen besonderen Einblick und an alle, die den Abend mit ihren Geschichten bereichert haben!




